Der Stadtjugendring präsentierte in Zusammenarbeit mit der Evan-gelischen Jugend Augsburg die 1. Kinderstudie Deutschlands. Nie zuvor wurde die Sicht von Kindern, die in Deutschland leben, so un-mittelbar, umfassend und wissen-schaftlich gründlich dokumentiert.
Ingo Leven, Referent und Co- Autor, stellte wesentliche Ergebnisse dieser ersten, inhaltsreichen Kinderstudie vor. Inhaltlich informierte er das Publikum, das aus Fachkräften aus der Jugendarbeit und Kommunalpolitikern bestand, über den Stellenwert der Familie als Lebenszentrum der Kinder, den Kontakt zu Gleichaltrigen, die Freizeit-gestaltung der Jugendlichen und ihre Medienkompetenz.
Besonderes Augenmerk wurde – angesichts des Fach-Publikums – auf die Möglichkeiten und Grenzen der Jugend- (verbands-) arbeit gelegt.
Z.B.: wird das Zurechtkommen mit Leistungsanforderungen der Schule begleitet von der Integration in außerschulische Institutionen.
Hier jedoch stellt sich die Frage, wo im Zuge der G8 und der Ganztagsschul- Diskussion noch Platz für die institutionelle Einbindung der Kinder ist und wie dieser gestaltet werden muss, so dass möglichst viele Kinder angesprochen werden.
Ebenfalls wurde über die Einbindung der Kinder aus den unteren Schichten der Gesellschaft diskutiert, die laut der Studie wesentlich weniger oft Mitglieder in Verbänden und Vereinen sind, als gleichaltrige Kinder aus den oberen Schichten.
Es wurden an diesem Abend spezifische Problemfelder für die Augsburger Kinder in den Fokus genommen.