Ziel des Projektes ist es, Schüler beim Übergang von der Schule in das Berufsleben durch die Erfahrungen der Paten, die früher fast alle selbst in Ausbildungs- betrieben tätig waren zu unterstützen. Vier Paten, Georg Färber, Dr. Peter Guggemos, Werner Lorenz und Rudolf Struck kümmern sich seit dem 13. Okto- ber darum, den Schülern der Hauptschule in Pfersee dabei zu helfen ihren Einstieg in das Berufsleben reibungsloser zu gestalten. Von den 9. Klassen beteiligten sich in der ersten Phase 21 Schüler an dem Projekt. Die Paten und Schüler arbeiten in Klein- gruppen, um die Ausbildungswünsche in realistische Bahnen zu lenken und in den Bewerbungen auf die Stärken der einzelnen Schüler einzugehen. Ziel des Projekts war dabei von Anfang an die Förderung der Eigeninitiative und ein besserer Einblick der Schüler in den Arbeitsmarkt.
"Vorgespräche mit dem Kollegium der Schule haben unsere Einschätzungen bestätigt, dass viele Schüler Probleme beim Übergang von der Schule in die Ausbildung haben", erklärt Sebastian Kunzendorf, stellvertretender Vorsitzender des SJR. "Die Vertreter der Schule haben sich von unseren Paten gewünscht, dass sie über die Realitäten des Arbeitsmarktes informieren und ihre Erfahrungen den Jugendlichen vermitteln. Ziel des Projektes ist es, die Fähigkeiten und Berufs- wünsche der Schüler abzugleichen und konkrete Hilfsangebote zu machen."
Nach dem erfolgreichen Start (sieben der beteiligten Schüler konnten sich bisher einen Ausbildungsplatz sichern), wurde mit der Unterstützung zweier neuer Paten, Josef Suchy und Dietrich Langer, in einer zweiten Projektphase die Betreuung auf die Schüler der nachfolgenden 8. Klassen ausgeweitet. Dabei wurde auch verstärkt versucht, die notwendige Unterstützung des Elternhauses einzufordern. Bei einem Informations- abend für Eltern wurden diese auf ihre Verantwortung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen hingewiesen, ihnen gleichzeitig aber auch die dafür notwendige Hilfe angeboten.
Da die Paten als Ehrenamtliche nur beschränkte Zeitressourcen haben, ist beim Jobpaten an eine Vernetzung der bestehenden hauptamtlichen Strukturen ge- dacht. Lehrer, Schulsozialarbeiter und Mitarbeiter des Jugendhauses linie3 sollen den Paten bei der Betreuung und Motivation der Jugendlichen und ihrer Eltern helfen. So entstand bereits eine lokale Datenbank für Schnupperpraktika und Ausbildungsplätze, die Anita Eisenbarth vom Streetwork West des Stadtjugend- rings zusammengestellt hat.
Neben dem direkten Netzwerk wurde in den vergangenen Monaten auch eine Vernetzung der Fachleute betrieben. Sowohl die IHK, als auch die Handwerks- kammer Schwaben haben logistische Unterstützung zugesichert. Ebenso steht die Agentur für Arbeit dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.
Das Projekt Job Pate ist ein Modellprojekt im Rahmen des Bündnisses für Augsburg, das auf Dauer auch auf andere Schulen ausgeweitet werden soll. Um dies möglich zu machen, werden auch weiterhin Paten gesucht, die sich beruflich mit dem Thema Ausbildung befassen oder befasst haben.
Interessierte Job Paten können sich bei Sebastian Kunzendorf (stellv. Vorsitzender) und Sebastian Kochs (Projektleiter) melden. Email: jobpate@sjr-a.de, Tel.: 0821 – 450 26 60